One Night Stand: Was steht auf dem Nachttisch von Meditations & Yoga Lehrerin Michaela Aue?

In dieser Rubrik stellen wir spannende und inspirierende Menschen vor, die uns einen Blick auf etwas sehr Privates gewähren – ihren Nachttisch. Und die uns neben ihren Lieblingsprodukten auch ihre ganz persönlichen Morgen- und Abendroutinen verraten. Dieses Mal: Michaela Aue aus Berlin. Sie ist Meditations & Yoga Lehrerin und Co-Host des Podcasts the kyōō, in dem sie gemeinsam mit Ann-Kathrin Grebner und den verschiedensten Gästen über alles spricht, was uns bewegt, ernährt, gesund und glücklich macht.

Michaela Aue liebt tägliche Inspiration und neue Perspektiven.
(Foto: Alicia Kassebohm)

Über Michaela

Ich bin Meditations & Yoga Lehrerin, Co-Host des Podcasts the kyōō und in einem zweiten Leben Producerin für Shootings oder Events — was 2020 natürlich nicht so richtig einfach ist. Ich war immer viel unterwegs, für die Arbeit wie auch privat. Ortswechsel bedeuten für mich auch immer Perspektivenwechsel und die Chance, etwas Neues zu lernen. 2020 ist alles etwas anders und so arbeite ich zur Zeit viel von zu Hause. Meine Yogastunden finden mittlerweile virtuell statt, was ich tatsächlich auch über Corona hinaus beibehalten möchte. Klar sind Real Life Kontakte wichtig, aber tatsächlich musste ich feststellen, dass Community selbst im virtuellen Raum funktionieren kann. Und morgens um 7 Uhr ist es für alle praktisch, einfach nur vom Bett auf die Yogamatte zu rollen. 

Mein Zuhause war für mich nie an einen physischen Ort gebunden, es bedeutet für mich immer die Freiheit, jeden Moment den Ort wechseln zu können, neue Perspektiven und vor allem neue Inspiration zu bekommen. Aktuell lerne ich somit, wie ich diese Perspektive und Inspiration auch ohne einen ständigen Ortswechsel finden kann. Und am Ende ist ein Zuhause doch sowieso immer da, wo man selber ist. Denn da die Menschen, die man liebt, dank Zoom, Google Hangouts, FaceTime und Co. sowieso nur einen Knopfdruck entfernt sind, müssen wir eigentlich nur noch lernen, mit uns selber glücklich zu sein.

Michaelas Nachttisch

Foto: Michaela Aue

Tatsächlich gibt es genau einen einzigen Gegenstand auf meinem Nachttisch: Das Neo Tarot Kartenset, das mir die liebe Lori Haberkorn zum Geburtstag geschenkt hat. Ich ziehe tatsächlich jeden morgen eine Karte – oder manchmal auch zwei – und so liegt es immer griffbereit auf dem Tischchen.

Ansonsten war es meine Ambition, das Schlafzimmer so ruhig und clean wie möglich zu halten. Keine Ablenkung, nicht mal neben dem Bett. Und vor allem keine elektronischen Geräte (abgesehen von der Lampe, die ich nie benutze). Seitdem das Telefon im Wohnzimmer schläft, sind auch meine Träume viel intensiver geworden. Ich sollte mir endlich mal Zettel und Stift auf den Nachttisch legen, damit ich mir morgens nach dem Aufwachen direkt alle Erinnerungen aufschreiben kann und sie nicht sofort wieder vergesse.

Da ihr euch sicher wundert: Ich habe noch meinen neuen Gua Sha Stein mit auf das Bild geschmuggelt, der wohnt eigentlich im Badezimmer, aber bei der Abendroutine wird später klar, warum er für das Bild ebenfalls hier liegt.

Michaelas Morgenroutine 

Ich liebe es, früh aufzustehen. Das ist der einzige Moment am Tag, den ich wirklich ganz für mich habe. Ich mag das Gefühl, dass um mich herum noch alle schlafen und keiner in Aktion ist. Meine Morgenroutine ist nicht immer 100 prozentig identisch, meistens stehe ich gegen 6 Uhr auf und meditiere. Je nachdem, an welchem Thema ich gerade arbeite, dauert meine Meditation zwischen 20 und 30 Minuten.

Danach mache ich mir einen Kaffee, gehe wieder zurück ins Bett, kuschle noch ein bisschen mit meiner Hündin Amy, die meist die Nacht auf meinem Kopfkissen verbringt. Zusammen ziehen wir dann eine Tarot-Karte. Manchmal stelle ich dazu eine konkrete Frage, manchmal ist es einfach nur, um ein Gefühl für den Tag zu bekommen.

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So here we are day, I-forgot-to-count, of staying home. As you can see my introverted self is truly loving this situation, home all day, no need to find excuses why I dont want to go or meet someone somewhere, time for dog cuddles and working on my time and not everyone elses. I wanna say all the smart things about staying home and how it can be catalyst for personal transformation once we are through the initial phase of denial and or terror of the unexpected change. The chance to find stillness and within that stillness the possibility to find our true nature again, that inner voice finally having the chance to talk to us and not being drowned out by all the outside noise. And all that jazz, that we have all read across all major modern world view, spiritual whatever accounts. But then there is my reality self that is truly worried by the what it seems like unstoppable changes in the political landscape. I get it, it is a lot about protection right now, but giving up all those traits of freedom, personal power, equality that we have faught for, for so long. Countries working against each other instead of with each other. Data tracking that no one seems to care about at all, read the article from the new york times last December it might change your mind, and a statistic a dear friend pointed out yesterday that 95% of the German population want a firmer hand from the government. What happened to self-determination, personal integrity and showing up, when we need to. Why are we checking out, when we are supposed to be checking in? There is this ‘quote on quote’ new world, right at our fingertips, but it needs us to step up. Can we do this?! . . . . . #stayathome #staymeditating #staystrong #wakeup #yourlife #letsdothis

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Danach geht es dann ab in den Wald zum Spaziergang mit Amy. Wenn ich gut bin, schaffe ich es, während dieser ganzen Zeit nicht auf’s Telefon zu schauen… Das klappt phasenweise ganz gut, dann wieder gar nicht. An vier bis fünf Tagen die Woche lege ich morgens zudem eine Sportsession ein. Manchmal vor, manchmal nach dem Spaziergang. Manchmal ist es Krafttraining, manchmal Handstandtraining, manchmal The Class. Ich träume von einem konkreten Trainingsplan mit klaren Zielen, die ich noch erreichen möchte. Vielleicht starte ich damit im Herbst.

Michaelas Abendroutine

Eine wirkliche Abendroutine gibt es bei mir eigentlich nicht. Ich liebe es, zu kochen, das ist fast wie Meditation und beruhigt mich. Also koche ich abends oft für mich und meinen Freund. Danach gehen wir manchmal mit Amy spazieren, manchmal treffe ich Freunde, manchmal liegen wir einfach faul auf der Couch. Das Einzige, was ich immer mache, bevor ich ins Bett gehe: circa eine Stunde vorher mein Telefon nicht mehr benutzen. Das sorgt für einen besseren Schlaf, ein besseres Gefühl und weniger Ablenkung. 

Was vor kurzem neu zu meiner Abendroutine hinzugekommen ist: Meine Freundin Marieke hat mir die Vorteile von Gua Sha erklärt, da sie ihre eigenen Gua Sha Tools herstellt, bemühe ich mich nun, damit jeden Abend meine Falten ein wenig zu verringern… Ich war nie ein Beauty-Girl, aber tatsächlich muss ich sagen, dass mir diese Mini-Routine abends sehr viel Freude bereitet und ich mir einbilde, dass meine Falten langsam weniger werden. Aber hauptsächlich macht es mich happy, weil Marieke mit ihrem Studio in Amsterdam etwas geschaffen hat, was sie sich schon lange gewünscht hat. 

Folge Michaela auf Instagram: @michaela_aue & @thekyoo_podcast

Anna-Lena Koopmann
Ich arbeite seit zehn Jahren als freie Journalistin für die verschiedensten Zeitschriften und Online-Magazine. Daher habe ich bereits unzählige Trends in den Bereichen Beauty, Mode und Lifestyle ausprobiert und darüber berichtet. Was ich an the good good. so besonders toll finde? Es geht um einen ganzheitlichen Approach an das Thema Schönheit, um Conscious Living. Ich bin nämlich absolut überzeugt, dass eine gesunde Balance und ein gutes Verhältnis zu sich selbst und dem eigenen Körper die Grundvoraussetzungen sind, um sich wirklich schön und wohl in seiner Haut zu fühlen. Mit meinen Artikeln möchte ich genau dafür ein Bewusstsein schaffen und dich dazu inspirieren, offen und neugierig zu sein; Dinge mutig zu hinterfragen und Neues einfach mal auszuprobieren.