Essential Oils: Beauty-Booster und Problemlöser – die genialen Eigenschaften von ätherischen Ölen

Du hast sicher schon einmal von ätherischen Ölen und der Aromatherapie gehört, doch nur die wenigsten Menschen wissen, wie genial und vielseitig die natürlichen Heilmittel tatsächlich sind. Wer sich mit ihrer Wirkung auskennt, benutzt Zitrusöl beim Duschen, Lavendel vor einem Date, Rosmarin zum Kochen – und Weihrauch in der Tagescreme für einen glatten, strahlenden Teint.

Achtsamkeits-Expertin Nicole Schneider

Nicole Schneider verrät dir in unserem Interview alles, was du über Essential Oils und ihre Kräfte wissen solltest. Sie ist Gründerin von LESSaFAIR, einem Online-Magazin für Conscious Minds, und Expertin im Bereich Achtsamkeit und Wellbeing.

Was sind Essential Oils?

Die hochkonzentrierten Öle werden aus Pflanzenteilen hergestellt, aus der Blüte, dem Blatt oder der Wurzel. Dafür werden verschiedene Verfahren angewendet, die Kaltpressung, welche vorrangig für Zitrusfrüchte benutzt wird, die Extraktion und die Wasserdampfdestillation. Rosenöl ist eines der wertvollsten Öle, für einen Milliliter werden ungefähr 20 Kilo Blüten benötigt, deren Öl ganz aufwendig über Wasserdampf gewonnen, aufgefangen und herausgefiltert wird.

Ätherische Öle gelten als Heilmittel der Natur. Wie wirken sie genau?

Es gibt mehr als 90 verschiedene Arten, jedes Öl hat eine Heilaufgabe. Grundsätzlich wirken sie beim Auftragen auf die Haut, sie gehen direkt in die Blutbahn, lösen sich dort in ihre Moleküle auf und fangen sofort an zu arbeiten.

Ihr Duft kann zudem ganz bestimmte Assoziationen auslösen, die Essenzen gehen durch den Nasenraum direkt ins Gehirn und stellen dort die Verbindung zu Gefühlen und Erinnerungen her. Man kann Essential Oils daher auch einsetzen, um emotionale Themen zu bearbeiten und zu heilen. Fast jedes Öl wirkt sowohl auf der körperlichen, als auch der mentalen und emotionalen Ebene.

Wie wendet man ätherische Öle an?

Man kann die Öle ganz gezielt auf die Stellen auftragen, an denen sie wirken sollen. Pfefferminze, Limette oder Eukalyptus auf dem Brustkorb verrieben, regen beispielsweise die Bronchien an und öffnen Lunge und Atemwege. Man kann aber auch einen Tropfen auf die Handinnenflächen geben, diese aneinander reiben und danach den Duft einatmen. Auch über Diffuser und Duftlampen entfalten sie ihre Wirkung.

Mein Lieblingsritual: Ich gebe beim Duschen einen Tropfen auf den Boden der Wanne, dadurch entsteht eine tolle Aromadusche. Für den Morgen sind hier besonders Zitrusöle empfehlenswert, die sind anregend und erhebend, sodass man danach mit Leichtigkeit in den Tag startet.

Foto: Anne Deppe

Inwiefern integrierst du die Aromatherapie in deinen Alltag?

Ich habe circa 60 verschiedene Öle zu Hause. Bei mir kommen sie auch in der Küche häufig zum Einsatz: Morgens trinke ich ein Glas heißes Wasser mit Zitronenöl, im Sommer gebe ich grundsätzlich Zitrusöl, Grapefruit oder Pfefferminze ins Wasser. Ein Tropfen Pfefferminz-Öl hat die Wirksamkeit von 28 Tassen Pfefferminztee, so hochkonzentriert ist es.

Auch als Kochzusatz sind Essential Oils perfekt geeignet, Oregano stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern schmeckt auch super in Tomatensoße oder Risotto. Zum Backen und für Smoothies benutze ich gerne Vanilleöl.

Welche Öle sind wahre Beautygeheimwaffen und machen von innen heraus schön?

Weihrauch, eines der ältesten und teuersten Harze, ist nicht nur hochspirituell, sondern auch zellregenerierend, dadurch macht es die Haut glatt. Die Erfolge sind wissenschaftlich erwiesen. Man kann ein paar Tropfen in sein Getränk oder in die Tagescreme geben. Gleiches gilt für Ylang-Ylang, welches ebenfalls den Zustand der Haut verbessert, und Copaiba, ein brasilianisches Harz, das auch die Zellen regeneriert und einen tollen Teint zaubert.

Es gibt für jede Stimmung und jedes Bedürfnis das passende Öl. Kannst du uns Tipps geben?

  • Vitalisiert am Morgen: Limette ist super, um den Kreislauf in Schwung zu bringen, es ist das erhebendste Zitrusöl von allen. Auf dem Duschboden, deinem Brustkorb oder deinem Zentrum, also dem Bauchnabel, aufgetragen, stabilisiert es dich und macht dich fit für den Tag.
  • Beruhigt in stressigen Situationen: Zedernholz zentriert, entspannt und grenzt dich von deiner Umgebung ab, es gibt dir den idealen Schutzmantel, um bei dir zu bleiben und deine Grenzen zu spüren.
  • Stärkt das Selbstbewusstsein und hilft gegen Nervosität: Ob bei einem Vorstellungsgespräch oder einem Date — ich schwöre auf die Mischung aus Lavendel und Grüner Minze. Früher war ich oft so nervös, dass meine Stimme bei Präsentationen gezittert hat und ich nicht sprechen konnte. Seit ich den Öl-Mix mit einem Roll-on vorher auf meinem Hals auftrage, habe ich damit keine Probleme mehr.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Auf dem Etikett muss stehen, dass es ein 100 Prozent reines ätherisches Öl ist. Man sollte zudem darauf achten, dass das Öl in dem Land produziert wird, in dem die Zutaten wachsen. Ich benutze am liebsten die Öle von dōTERRA, neben der Qualität überzeugt mich auch deren Ethik-Konzept. Es wird mit Bauern in den Herstellungsländern kooperiert, die die Rohstoffe auf natürliche und nachhaltige Weise anbauen.

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Anna-Lena Koopmann
Ich arbeite seit zehn Jahren als freie Journalistin für die verschiedensten Zeitschriften und Online-Magazine. Daher habe ich bereits unzählige Trends in den Bereichen Beauty, Mode und Lifestyle ausprobiert und darüber berichtet. Was ich an the good good. so besonders toll finde? Es geht um einen ganzheitlichen Approach an das Thema Schönheit, um Conscious Living. Ich bin nämlich absolut überzeugt, dass eine gesunde Balance und ein gutes Verhältnis zu sich selbst und dem eigenen Körper die Grundvoraussetzungen sind, um sich wirklich schön und wohl in seiner Haut zu fühlen. Mit meinen Artikeln möchte ich genau dafür ein Bewusstsein schaffen und dich dazu inspirieren, offen und neugierig zu sein; Dinge mutig zu hinterfragen und Neues einfach mal auszuprobieren.