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Chakra-Guide: Die Bedeutung der 7 Energiezentren und wie du sie für dich & dein Leben nutzen kannst

„Alles ist Energie“ hat Albert Einstein einmal gesagt. Energie umgibt uns überall und jederzeit – in unserem Leben und in unserer Beziehung zu uns selbst und anderen. Diese innere Energie steckt in jedem von uns und hat nach der Yoga-Philosophie einen essenziellen Einfluss auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden. Wenn du Yoga übst, hast du in diesem Zusammenhang bestimmt schon mal von den sieben Energiezentren in unserem Körper gehört. In Sanskrit nennt man sie Chakren. 

Chakra: Unsere innere Antriebskraft

In der traditionellen Yogalehre ist man der Annahme, dass es neben unserem physischen Körper noch eine feinstofflichere Ebene gibt. Sie beeinflusst unser Wesen, unsere Aura, unsere Lebensweise, die Art, wie wir Beziehungen ein- und wie wir mit Herausforderungen umgehen. 

Genauer heißt es, dass das Energiesystem des Menschen aus verschiedenen Chakren besteht, die hauptsächlich für den feinstofflichen Energieaustausch verantwortlich sind und uns antreiben. Die Chakren nehmen Energie von außen auf und transformieren sie in Lebensenergie: unser Prana. Die sieben Haupt-Chakren sind an unterschiedlichen Punkten entlang der Wirbelsäule in unserem Körper angeordnet – und auch wenn wir sie nicht sehen oder spüren können, wirken sie sich in vielerlei Hinsicht auf uns aus. 

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Denn die Chakren sind gleichsam mit unseren Verhaltensweisen und Emotionen verbunden. Wenn ein Chakra beispielsweise blockiert ist, kann sich das in unterschiedlicher Art und Weise auf uns auswirken. Da das Herzchakra mit Liebe und Verbundenheit konnotiert ist, fühlen wir uns bei einer Blockade alleine und distanziert. Ist das Solarplexuschakra aus der Balance geraten, können Ängste des Kontrollverlusts in uns aufsteigen.

So beeinflussen die Chakren deinen Körper und dein Wohlbefinden

Die Idee der Chakra-Lehre ist es, zu lernen, die sieben Chakren im Gleichgewicht zu halten. Wenn die Chakren ausgeglichen sind und die Energie frei fließt, kann sich das positiv auf unseren Körper und unseren Geist auswirken. Neben emotionaler und spiritueller Balance kann man sogar einen Effekt auf die körperliche Gesundheit erzielen. Eine regelmäßige Yogapraxis und Meditation erreichen genau das. 

Klingt die Chakra-Lehre für dich bislang nach Hokuspokus?

Dann erfahre im Folgenden mehr über die sieben Chakren, um eine Sensibilität für deine Energiebahnen aufzubauen und ihre Wirkung erfahrbar zu machen.

Die 7 Chakren: Ihre Bedeutung und Auswirkung auf dein Leben

1. Chakra: Wurzelchakra (Muladhara)

Das Wurzelchakra befindet sich am Ende der Wirbelsäule und bildet laut der Yogalehre die Basis unseres Energiesystems. Es steht für Vitalität, Lebenskraft, Überleben, Sicherheit und Erdung. Wenn das Chakra blockiert ist, drückt sich dies in Dysbalancen im Körper aus, kann zu Ängsten führen und beeinträchtigt das Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühl. Ist das Chakra ausgeglichen, fühlen wir uns zuversichtlich, sicher und geerdet.

Yoga-Asanas für das Wurzelchakra: Baum, sitzende Vorbeuge, Krieger-Variationen

2. Chakra: Sakralchakra (Svadhishthana)

Svadhishthana sitzt im Becken und gilt als das Zentrum der Selbstentfaltung, Intuition, Emotion, Kreativität und Lebenslust. Wenn das Chakra aus dem Gleichgewicht gerät, fühlen wir uns frustriert, anhänglich, abhängig und unmotiviert. Ist das Sakralchakra geöffnet, können wir dagegen echte Verbindungen mit anderen Menschen eingehen und empfinden Freude am Leben.

Yoga-Asanas für das Sakralchakra: Schmetterling, Dreieck, Kobra

3. Chakra: Solarplexuschakra (Manipura)

Das dritte Chakra befindet sich in der Nabelregion und gilt als der Kern unserer Identität. Es definiert unsere Persönlichkeit, unsere Glaubenssätze, Gedanken und unsere Willenskraft. Ein unausgeglichenes Manipura Chakra kann zu geringem Selbstbewusstsein und Stress führen. Wenn das Chakra ausbalanciert ist, fühlen wir uns zuversichtlich und selbstsicher.

Yoga-Asanas für das Solarplexuschakra: Bogen, Stuhl, Berghaltung, Krieger-Variationen

4. Chakra: Herzchakra (Anahata)

Love, Love, Love: Das Herzchakra liegt in der Mitte der sieben Haupt-Chakren und verbindet unseren Körper mit unserer Seele. Themen des Herzchakras sind das eigene Selbst, Liebe, Vertrauen, Mitgefühl, Schmerz, Trauer und Vergebung. Das aktivierte Herzchakra ist der Zugang, um mehr Liebe in dein Leben zu lassen. Ungleichgewicht in diesem Chakra kann dazu führen, die Verbindung zu anderen zu verlieren und Gefühle wie Ärger und Emotionslosigkeit zu empfinden.

Yoga-Asanas für das Herzchakra: Rückbeugen und Drehhaltungen

5. Chakra: Halschakra (Vishuddhi)

Das fünfte Chakra hat seinen Sitz im Hals und regelt als solches die Klarheit im Inneren und im Außen & der Kommunikation und somit unseren Selbst-Ausdruck. Dementsprechend können Energieblockaden zu Schwierigkeiten in einer klaren Kommunikation oder physischen Problemen im Hals- und Nasenbereich führen. Ist das Vishuddhi Chakra im Gleichgewicht, fühlen wir uns selbstsicher, kreativ und lebensbejahend.

Yoga-Asanas für das Halschakra: Pflug, Bogen, Kamel, Schulterstand

6. Chakra: Stirnchakra (Ajna)

Dieses Chakra kennst du bestimmt aus dem Yoga, denn es wird häufig auch als „Drittes Auge“ bezeichnet. Passend dazu liegt Ajna mittig zwischen unseren Augenbrauen und ist das Zentrum unserer Intuition. In der traditionellen Yogalehre steht das dritte Auge außerdem für innere Führung, Präsenz, klare Gedanken und Hellsicht. Ein unausgeglichenes Ajna Chakra kann zu Verwirrung führen und sich in körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel äußern. Außerdem beeinflusst es das Vertrauen in unseren Instinkt. Ist das dritte Auge im Gleichgewicht, können wir Dinge klarer sehen – vielleicht kennst du dieses Gefühl nach der Meditation. 

Yoga-Asanas für das Stirnchakra: Delfin, Child’s Pose, Katze & Kuh

7. Chakra: Kronenchakra (Sahasrara)

Das letzte der sieben Haupt-Chakren ist das Crown Chakra, das auf der Kopfkrone sitzt. Es gilt als Zugang zum reinen Bewusstsein und als Quelle aller Chakren. Es unterscheidet sich von den anderen Chakren dahingehend, dass es kein Knotenpunkt von Energien ist, sondern eher das Licht (oder auch das Göttliche) empfängt und uns mit einem Gefühl von Grenzenlosigkeit verbindet. Wenn das Chakra blockiert ist, fühlen wir uns dem Leben gegenüber eher negativ eingestellt. Das Gute: Wenn du das Kronenchakra durch Yoga und eine spirituelle Praxis wieder ins Gleichgewicht bringst, fühlst du Zufriedenheit und Ruhe und hast eine positive Einstellung zum Leben.

Yoga-Asanas für das Kronenchakra: Kopfstand, Shavasana, Mediation

Jana Ackermann
Als ausgebildete Modejournalistin schreibe ich besonders gerne über die schönen Dinge im Leben: Stil, Beauty, Interior, Kultur und Nachhaltigkeit. Nebenbei entspanne ich beim Yoga, veranstalte regelmäßig Brunch-Clubs bei mir zuhause und dekoriere ständig meine Wohnung um. Als freie Autorin kann ich überall dort arbeiten, wo auch mein Laptop ist. Meistens ist das von meiner Heimat München und von meinem zweitliebsten Ort auf der Welt – dem spirituellen Bali.