Foto: Sophia Wagner

Skin Fasting: Warum die Kosmetik-Diät für die Haut jetzt Trend ist – aber Conscious Beauty der bessere Ansatz

Was ist Skin Fasting?

Wer schon einmal gefastet hat – also vorübergehend komplett auf Nahrung verzichtet – schwärmt begeistert von den reinigenden und regenerierenden Effekten. Schließlich würden Körper und Geist so die Möglichkeit bekommen, sich auf das wirklich Wichtige zu fokussieren und wieder in die natürliche Balance finden.

Skin Fasting funktioniert ähnlich, nur, dass es hier nicht um Lebensmittel geht, sondern um Beauty-Produkte. Es ist somit eine Art Heilfasten für die Haut. Diese Methode kommt aus Japan und bezeichnet ein vorübergehendes Verzichten auf jede Form von Kosmetik; Make-up wie auch Pflege. Das Ziel: Auf diese Weise soll die Haut die Chance haben, die körpereigenen Funktionen wieder in das ursprüngliche Gleichgewicht zu bringen und zu stärken.

Skin Fasting: Warum braucht die Haut eine Beauty-Diät?

Vielleicht hast du es in den vergangenen Monaten selbst festgestellt, als du verstärkt im Home Office gearbeitet und dich weniger geschminkt hast als vorher – die Haut wurde besser, je weniger Skincare und Make-up du aufgetragen hast. Laut Dermatologen benutzen die meisten Menschen nämlich viel zu viele Produkte; Cleanser, Gesichtswasser, Serum, Pflege, Sonnenschutz, und dann kommt noch die dekorative Kosmetik on top…

Es mag gut gemeint sein, doch häufig überfordert genau das die Haut, die Poren verstopfen und sie kann nicht mehr atmen. Zudem wird die natürliche Hautbarriere angegriffen und geschädigt. Die Folge: Sie schafft es nicht mehr, den Feuchtigkeitshaushalt selbst zu regulieren oder die Abwehr von schädlichen Umwelteinflüssen zu steuern. Wenn man nun vorübergehend komplett auf sämtliche Beauty-Produkte verzichtet, kann sie sich erholen und den eigenen Schutzmantel wieder aufbauen. 

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Skin Fasting: So funktioniert der neue Beauty-Trend

Auch hier kannst du das Skin Fasting mit dem Heilfasten vergleichen, du machst von heute auf morgen eine Null-Diät und benutzt für ein paar Tage keinerlei Kosmetik mehr.

Unser Fazit: Conscious Beauty ist der bessere Ansatz

Laut Ärzten ist diese Null-Diät gar nicht notwendig, wenn man nicht unter einer Perioralen Dermatitis leidet, also einer Überpflegung der Haut, die zu schmerzhaftem Ausschlag führen kann. Denn Fette, Feuchtigkeit und andere Nährstoffe, die der Haut durch Pflege-Produkte von außen zugeführt werden, kann diese oftmals sogar sehr gut gebrauchen. Viel empfehlenswerter sei daher eine langfristige Umstellung und eine Reduzierung auf das Nötigste. Auf das, was die Haut wirklich braucht, was ihr gut tut.

Was du also verändern solltest? Schau zukünftig genauer hin, welche Produkte du kaufst, wie diese hergestellt werden, welche Inhaltsstoffe enthalten sind – auf Parabene, Sulfate, Silikone und Duftstoffe in Kosmetik bestenfalls komplett verzichten. All das umfasst die Bewegung Conscious Beauty. Ein Bewusstsein, das eine eine langfristige Veränderung schafft.

Anna-Lena Koopmann
Ich arbeite seit zehn Jahren als freie Journalistin für die verschiedensten Zeitschriften und Online-Magazine. Daher habe ich bereits unzählige Trends in den Bereichen Beauty, Mode und Lifestyle ausprobiert und darüber berichtet. Was ich an the good good. so besonders toll finde? Es geht um einen ganzheitlichen Approach an das Thema Schönheit, um Conscious Living. Ich bin nämlich absolut überzeugt, dass eine gesunde Balance und ein gutes Verhältnis zu sich selbst und dem eigenen Körper die Grundvoraussetzungen sind, um sich wirklich schön und wohl in seiner Haut zu fühlen. Mit meinen Artikeln möchte ich genau dafür ein Bewusstsein schaffen und dich dazu inspirieren, offen und neugierig zu sein; Dinge mutig zu hinterfragen und Neues einfach mal auszuprobieren.