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Nach dem Food-Hype der nächste Trend: Beauty-Produkte mit fermentierten Inhaltsstoffen

Kefir, Kimchi, Tempeh oder auch Sauerkraut: Fermentiertes Essen steht bei vielen von uns immer häufiger ganz gezielt auf dem Speiseplan. Denn die jahrhundertealte Technik, in der per Zugabe von natürlichen Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilzen unsere Nahrung länger haltbar und gesünder gemacht wird, hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren. Fermentierte Gerichte wurden zum mega Food-Trend.

Darum sind fermentierte Lebensmittel so gesund

Das hat mit Sicherheit damit zu tun, dass der Darm als lange unterschätztes Organ nun endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient – trägt er doch erheblich zu unserem Wohlbefinden bei. In ihm leben nämlich auch unzählige Mikroorganismen – manche gut, manche nicht so gut. Die schlechten können sogar für Heißhungerattacken sorgen oder unsere Zucker-Lust fördern! Hier kommt das fermentierte Essen ins Spiel: Das ist nämlich reich an wohltuenden probiotischen Bakterien. Und diese reduzieren die unwillkommenen Mikroorganismen. Das Ergebnis: Wir fühlen uns fitter, das Immunsystem wirkt gestärkt und ein Blähbauch ist Geschichte. Also, wenn die Oma das nächste Mal selbstgemachtes Sauerkraut (in der Dosen-Version ist nämlich jeglicher Vorteil verschwunden!) vorsetzt, schön brav den Teller leeressen. Und direkt nach dem Rezept fragen und es zu Hause selbst nachmachen.

Der nächste Trend aus Korea: Beauty-Produkte mit fermentierten Inhaltsstoffen

Genau dieser Trend ist jetzt auch in der Beauty-Branche angekommen. Und damit meinen wir keine simplen DIY-Gesichts- oder Haarmasken aus Kohl, sondern eine neue Form von Produkten, die natürliche, fermentierte Rohstoffe wie Gemüse oder Früchte enthalten, um so besonders nährstoffreiche Beauty-Helfer zu schaffen: In Handcremes, Haarshampoos, Bodylotions, Gesichtsmasken und Co. findet man nun immer öfter fermentierte Öle oder Inhaltsstoffe wie fermentierte Tomate, Kürbis oder Hefe. Ursprünglich kommt dieser Trend aus Korea, der Heimat des Kimchi, er erobert nun aber wie schon viele andere Beauty-Trends vor ihm von hier aus ebenfalls die ganze Welt.

3 Vorteile von fermentierten Pflegeprodukte

1. Der Fermentationsprozess zerlegt die Inhaltsstoffe in klitzekleine Moleküle. Dadurch kann unsere Haut die Pflege schneller und intensiver aufnehmen und die Produkte sind vor allem für trockene, sensible und reifere Haut gut verträglich. Auch, da durch die Fermentation noch natürliche B-Vitamine, Aminosäuren und Antioxidantien entstehen, die einen zusätzlichen Nährstoff-Boost darstellen und unsere Zellerneuerung beschleunigen.

2. Ein anderer Pluspunkt ist, ähnlich zum Essen, die natürliche Haltbarkeit der fermentierten Beauty-Helfer. Normalerweise werden Cremes & Co. in der Herstellung oft stark erhitzt und verlieren so viele wichtige Inhaltsstoffe – bei der fermentierten Variante bleibt alles ungeschwächt erhalten. Außerdem besteht unsere Kosmetik häufig zum Großteil aus Wasser, wie etwa Moisturizer oder Shampoos. Es werden dann oftmals Konservierungsstoffe hinzugegeben, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern. Das passiert häufig in Form von Parabenen, die erwiesenermaßen unseren Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht bringen können. Die fermentierten Inhaltsstoffe bekämpfen die Keime bei den neuen Beauty-Produkten nun aber mittels ihrer guten Bakterien einfach selbst – Parabene werden also überflüssig.

3. Das Beste zum Schluss: Auch die körpereigene Hyaluronsäure-Produktion soll dank der fermentierten Produkte angeregt werden. Sie sind somit auch eine wahre Anti-Aging-Wunderwaffe.

Madeline Dangmann
Wenn ich lange nicht viel wusste, wusste ich doch immer: Ich will schreiben. Ein Politikwissenschafts Studium und einen Kulturjournalismus Master später ist meine Leidenschaft mein Beruf und ich verknüpfe sie als Journalistin für Mode- und Lifestyle-Themen mit meiner Vorliebe für Ästhetik, Design und der Suche danach, wie wir in dieser hektischen Welt die beste Version von uns selbst werden können. Das alles bildet auch den Kosmos von the good good. und ich freue mich darauf, ihn mit euch zu ergründen. Wenn ich nicht gerade für einen Artikel in die Tasten meines Laptops haue, findet ihr mich sowohl im Sommer als auch im Winter in den Bergen (Vorteil als Wahl-Münchnerin) oder im La-Dolce-Vita-Style irgendwo in der Sonne mit einem Spritz in der Hand.